faszinierend und gut und erfrischend und notwendig, frei von folkoristischen
klischees."
prof. dr. hans haid, 27. april 2009
"Ich freue mich jedes mal über deinen freien und radikalen Blick, der mit
soviel Qualitätsbewusstsein gepaart ist."
Peter Knapp, Mon, 4 May 2009
"ich möcht ja auch mal etwas veranstalten, wo die besucher eine weide mit
ochsen oder auch (wie der spanier sagt) mastochsen durchqueren müssen ..."
Ekkehard Faude, 6 May 2009
"ich habe mir übrigens auch erlaubt, einzelne Deiner besonders gelungen
Briefe an mich an gute Freunde in Kopie zu senden. Haben großen Anklang
gefunden!"
Aramis 25.6.2009
"Bernhard Kathan geht so weit zu sagen, dass der Kuhstall von heute das
kulturelle Herrschaftsmodell für effizientes Herdenmanagement abgibt, wie es
dann auf die Abläufe in Krankenhäusern, Altenheimen und Universitäten
übertragen wird. Ohne die Erfahrungswerte aus der modernen Rinderhaltung sei
die heutige Reproduktionsmedizin nicht möglich. Man kann diese These ein
wenig zu steil und den Doku-Essay dennoch großartig finden. Hier wird die
ansonsten gerne um sich selbst kreisende Kontrollgesellschafts-Debatte durch
sehr genau beobachtetes und recherchiertes Material bereichert."
Jungle World 34, 2009
(Den Kathan-Satz "Früher liebte der Bauer seine Kühe mehr als seine Frau,"
hat die Redakteurin mir rausgestrichen - mit der nicht ganz von der Hand zu
weisenden Begründung "Was soll daran gut sein, mal abgesehen davon, dass ich
bezweifel, ob das überhaupt stimmt".
Helmut Höge, TAZ, 05.08.09
"(Kathan sollte nur nicht alle drei Seiten ‚verdankt sich' schreiben, das
ist irgendwie eine Macke.)"
Harald W. Vetter, Graz 10.8.09
"ich dachte nicht, dass mir das in meinem relativ hohen Alter noch passiert:
ein Buch zu lesen, das mein Leben verändert. Ihre ‚Kuhstallwelt" hat genau
das getan. Ich war vielleicht schon auf halbem Weg zum Vegetarier, aber nach
der Lektüre habe ich Rindfleisch (in jeder Form und jeder Verformung) von
meinem Speiseplan gestrichen. Und auf unserm Bauernmarkt habe ich die zwei
Fleischverkläufer gefragt, ob sie Rinder im Stall haben (und ich hatte zur
Nachfrage Ihr Buch parat); einer sagte nein; also kann ich bei ihm
weiterkaufen. Der andere sagte, er habe nur Mutterkühe, da tränken nur
Kälber Milch, da werde ich dann wohl auch weiterkaufen können."
Fritz Glunk, 16. 8. 2009
"Bernhard Kathan hat durch seine langjährige kreative Auseinandersetzung mit
fachübergreifenden Disziplinen in seinen Projekten eine Radikalität und
Schärfe, die jedoch Humor nicht ausschließt, entwickelt, die absolut
überzeugend ist. Das Ergebnis seiner Arbeit ergibt ein visionäres, dicht
gewobenes und sehr stimmiges Gesamtbild."
Förderungspreis für ein interdisziplinäres Kulturprojekt. Jurybegründung
(Richard Kriesche, Jeanette Schulz, Brigitte Vasicek), 2009
"Schöne neue Kuhstallwelt habe ich mit ‚Vergnügen' gelesen. Eine wunderbare
Mischung zwischen angewandter Soziologie, poetisch bis bizarren
Betrachtungen, Zeitkritik und Literaturerkundungen (meine ich jedenfalls).
Der Schlusssatz bringt das Ganze nochmals auf den Punkt und ich habe ungern
aufgehört zu lesen."
Bruno Karrer, 09.09.09
"Du bist wirklich bewundernswert ‚hartnäckig' in der Auslotung deiner
Themen, die alle einen inneren Zusammenhang haben."
Dorothee von Rechenberg, Wed, 16 Sep 2009
"Noch nimmt mich die ‚Neue Kuhstallwelt' in Beschlag. Dieses Buch hat so
viele Überraschungen bereit und doch gibt es ein Gesamtbild von Reproduktion
und Mechanisierung und Parallelen, von Rind und Mensch. Spannend, aber auch
anstrengend zu lesen, weil's so unter die Haut geht! Immer wieder ein
Kapitel, so ist's verkraftbar und das Buch lässt sich überall gut mitnehmen,
weil so handlich. Heute bin ich bei den letzten Seiten angelangt, in dem
Wartegang von Krankenhaus Hohenems."
Maria Jansa, Wed, 16 Sep 2009
"habe fast diesen ganzen verhangenen, etwas trüben tag über Deinem buch
verbracht. es am späten nachmittag ausgelesen. mein lieber, ich gratuliere!
für mich ist es das beste, was Du bisher geschrieben hast. übrigens solltest
Du ein foto abbilden lassen, das Dich im heutigen alterszustand zeigt: es
wäre passender ... ich denke, es könnte sonst nur ein Franzose solcherart
zusammenhänge schildern. ich genieße das sehr, wenn jemand prostitution,
konsumverhalten und automatisierte stallungen, als dem gleichen wahnsystem
entsprossen darstellt. und Du beginnst farbe zu bekennen! ergreifst partei.
das freut mich. ich fühle mich dann nicht so ganz allein."
Aramis, September 2009
"Mit Interesse lese ich dein Kuhbuch. Es ist ein sehr gutes Buch. Danke.
Noch im Oktober passierte der alte Hans täglich mit seinen Kühen das Simmen,
vor ihnen her laufend und lockrufend. Nun muss es erst Frühling werden,
gerade fällt ein Haufen Schnee."
Küde von Arb, Mon, 30 Nov 2009
"Bernhard Kathan zählt zu den produktivsten Autoren des Landes. Produktiv
nicht nur, was die Menge der Bücher, Aufsätze, Radiofeatures oder
Ausstellungskonzepte anlangt, sondern produktiv vor allem auch in Hinsicht
auf die von ihm gewählten Themen. Ob altes bäuerliches Werkzeug oder
spezielle Aspekte der Tierhaltung; ob humanmedizinische Pränataldiagnostik
oder bezahlte Leihmütterschaft; ob Transplantationsmedizin oder das
Burnout-Syndrom beim medizinischen Personal - stets wählt Bernhard Kathan
Themen, die er als Indikatorthemen für gesellschaftliche Umwälzprozesse
erkannt hat. Und eines dieser Indikatorthemen ist die Mechanisierung von
Kuhställen, als Vorgriff auf ähnliche Entwicklungen im Humanbereich."
ORF, Oe1, Herbst 2009
"Danke für Ihren sehr, sehr guten Text! Da Sie selbst zur Methode einiges
beifügten, - auch was Sie von meiner Arbeitsweise vielleicht unterscheidet,
muß ich darüber nichts weiter sagen (auch ich sehe es so). Ich hatte
übrigens keine Ahnung, daß da jemand solche konsequenten Sachen macht."
Heimrad Bäcker, 3.5.98
"Herzlichen Dank fuer die gekuerzte Fassung Ihres Aufsatzes ueber das Toeten
unserer Lieblinge (wie eine Illustration Ihrer nachdenklichen Beobachtungen,
habe ich gerade - in Montreal in Kanada, wo ich mich zur Zeit aufhalte -
miterlebt, wie eine Strassenkatze erst stundenlang in einer Art Kaefig
eingesperrt, dann von einem staedtischen Dienst abgeholt und Richtung Gastod
abtransportiert wurde)."
Lothar Baier, 16.8.2001
"Ich bin ein großer Fan Ihrer Beiträge, aber ich sehe keine Möglichkeiten,
sie zu veröffentlichen. Die Lage, so wie wir sie disponiert haben, ist so,
wie sie ist, also aussichtslos, jedenfalls im Moment. Das Feuilleton verfügt
nur noch über fünf Netto-Seiten, und wir Redakteure und Stammautoren sind
auch noch da."
Thomas Assheuer, DIE ZEIT. 9.5.2001
"Formal habe ich das Problem, dass sich das Stück durch die Form, die Sie
gewählt haben, für meine Klangkunstsendung als zu textlastig erweist. Für
meine Kollegen vom Feature wiederum ist Ihr Stück durch die Musik zu kunst-
und kompositionsbetont."
Götz Naleppa, DeutschlandRadio. 7. Mai 2003
"Sie haben sich ja ein befremdliches Thema ausgesucht. Für mich - und auch
unser Hörspielprogramm - ist es doch sehr extrem; vielleicht bin ich, wie
man hier in Hamburg sagt, zu ‚etepetete'."
Andreas Wang, NDR- 21.05.03
"Er beobachtet, und er breitet opulente Materialien aus. Und es gibt dann in
diesem Buch einige wenige Stellen, die den ‚teilnehmenden Beobachter'
erkennen lassen; beinahe poetische, autobiografisch gefärbte Passagen über
den Tod einer Drossel, über das Töten kleiner Tiere, über die Einschläferung
einer Katze."
Gerhard Neumann, DIE ZEIT, 19/04.
"Kein anderes Buch als das von Kathan dürfte sich der Frage nach dem
widerspruchsvollen Verhältnis von Mensch und Tier auf vergleichbar
ungewöhnlichen Pfaden genähert haben."
Richard David Precht, LITERATURRUNDSCHAU April 2004.
"Leider konnten wir bei der Lektüre Ihres Briefes und der Textprobe nicht
den Eindruck gewinnen, daß ‚Das Wirtshaus zur Hand des Gehenkten' ein Buch
für unser Programm wäre."
Astrid Graf, Residenz Verlag. 22. April 2004
"Zusammengenommen mit der im selben Verlag erschienen Geschichte der Medizin
ist dies der zweite Band eines großen Buches der Trennungen."
Wieland Elfferding, FREITAG 53/2004
"(Ich sehe zwar die Drahtseile): hält der zierliche Pavillon einem
Schneesturm stand?"
Beat Brechbühl, Atelier Bodoni. 23. Juli 2004
"Kathan [...] entfernt die Gegenstände aus ihrer vermeintlich gewohnten
Umgebung und bringt sie gerade dadurch zum Sprechen. Objekte zu erschließen,
sie eine Geschichte erzählen zu lassen, ist eine eigene Kunst."
NZZ, 27.8.2005
"Es gefällt mir wie Sie Texte und Objekte zusammenfügen; dass die Texte
gleichwertig neben den Objekten stehen, mehr sind als nur Kommentare des
jeweiligen Objektes wie auch die Texte mehr sind als eine Illustration des
Geschriebenen."
Roland Albrecht, Museum der Unerhörten Dinge / Berlin. 5.12.05
"Ein stilles, kluges und respektvolles Porträt der heutigen Väter- und
Großvätergeneration."
VN 23/24 September 2006
"Johannes E. Trojer, über dessen Nachlass am Brenner-Archiv derzeit
geforscht wird, hätte seine Freude mit diesem Text gehabt!"
Erika Wimmer, Brenner-Archiv, herbst 2006
"Dein Buch hat mir sehr gefallen. Es wirkt heiter in diesem tieftraurigen
Land, das selbst Melancholiegübte an den Rand der Depression drängt."
Dieter Tausch, Antiquar, Wilmington / USA. 11.9.06
"Eine gute Satire und/oder kritische Kunst sollte sich mit den Mächtigen
anlegen. Sie hingegen tragen den Machtdiskurs weiter, verhöhnen die
Schwächeren und dienen sich mit Ihrer Prospektästhetik der pharmazeutischen
Industrie an."
Dr. Silvia Eiblmayr u.a., Galerie im Taxispalais, 25.10.06
"Seine Prosa verströmt Ruhe; nicht Totenstille wohlgemerkt, sondern jenen
sanften Zeitfluss, der sich im Erzählen beim Zuhörer einstellen kann."
Bernhard Sandbichler, BRENNER-ARCHIV. 16.12.2006
"Ausgestattet mit einem stupenden literarhistorischen Wissen, das auch mit
Fundstücken aus entlegenen Traditionen aufwarten kann, mit einer
beeindruckenden Kenntnis medizinischer, technischer und physiologischer
Prozesse, mit erkennbarer Vertrautheit mit dem Stand der ethischen
Diskussionen im bio- und transplantationsmedizinischen Bereich und
schließlich mit einer ungewöhnlichen Begabung zur geschmeidigen
stilistischen Diktion, die präzise ist, ohne begrifflich einzuschüchtern."
Anonymisiertes Gutachten, FWF. Wien, 25.7.07
"Die zitierten Werbetexte enthalten einige sachliche Fehler
(‚Gebärmuttermund' wäre korrekt statt ‚Gebärmutterhals') sowie
betriebswirtschaftliche Schlampigkeiten. Ein Werbetext eben. Einige
Problemfelder der Industriellen Insemination wurden indes gut erfasst und
benannt."
Ein namentlich nicht genannt sein wollender Nutztierveterinär, Internet 2007
"... war angenehm überrascht über Klarheit und Rhythmus Deiner Sprache! Daß
Du bei Deinem Bild hinter dem Altar an mich gedacht hast ehrt mich, ist doch
Deine Arbeit ein Aufzeichnen & Aufzeigen der ‚Hinterseite' bzw. verborgenen
Seite der Gesellschaft."
Franz Mölk, Innsbruck, 23. Mai 2008
"Ihr Manuskript ist wirklich ungewöhnlich und im übrigen auch gut
geschrieben. Aber es ergibt so noch kein überzeugendes Buch."
Dr. Rolf Johannes, zu Klampen Verlag, 02 / 06 / 08
"Die Ausstellung besteht nur aus einer Mappe mit 59 Bögen im DIN-A3-Format."
Peter Angerer, ORF, Diagnoal, 6. September 2008
"Ich bewundere es, wenn jemand so viel Substanz hat, im Zeitalter des
triumphierenden Schunds bei ehrlicher Arbeit zu bleiben. Vielleicht nehmen
auch die Verleger wieder Vernunft an und besinnen sich auf die Tugend ihres
Geschäfts."
Christoph Themessl, Werbeagentur Themessl, Email 7.10.2008
"habe gerade deinen text gelesen - er sagt viel über dein herangehen aus.
ich erkenne dich darin wieder. das ist schön."
Eva Binder, Email, 25.12.2008
"Ich hab Das indiskrete Organ durchgelesen: beindruckt. Nur: Warum haben Sie
Die vertauschen Köpfe von Thomas Mann nicht in ihre Betrachtungen
einbezogen?"
Fritz Glunk, Die Gazette, Email 26.12.2008
"Wiewohl deine Texte immer interessant sind, so ist das Sujet der ihnen
gewidmeten Themen nicht gerade lustig zu nennen. Das sagt überhaupt nichts
über ihre Wichtigkeit aus, im Gegenteil. Aber könnte es sein, dass ihre
Schwere, resp. die ihnen anhaftende Geschichte dich auch manchmal in eine
Schwärze hineinzieht? Man kann solche Geschichten ja nicht durchforsten und
dabei ein unbeteiligter Aussenstehender bleiben. Und sie liegen dir ja auch
sehr am Herzen. Kommen dann noch administrative Grotesken, wie du sie in
deinem Brief beschreibst hinzu, dann wird die Schwärze noch grimmiger."
Dorothee von Rechenberg, Email 7.1.2009
"Die Texte eignen sich sprachlich und inhaltlich nicht für eine Ausstellung."
Dr. Karin dalla Torre, Ressort für Familie, Denkmalpflege und deutsche
Kultur; Bozen. 18.12.2008
"ja, mein lieber, Du hättest es wissen müssen! brauchst Du so dringend geld,
daß Du Dich auf das alles einläßt? na dann, herzlich beileid!!"
Aramis, 15.1.2009